eva muellers visionary sunday post 583 – Natur und Technik

Guten Tag,

Technik und Natur – das muss kein Widerspruch sein. Maria Grazia Sacchitelli ist dafür bekannt, mit unterschiedlichsten Materialien zu arbeiten. Grossartig beispielsweise ihre Farbkörper „Confluence“, die sich ganz speziell bei einem meiner Kunden für ein Treppenhausprojekt mit strengsten Brandschutzauflagen eigneten.

In ihrer Serie „Naturabilia“ nutzt sie ausgediente Elektrogeräte oder Blechteile als Bildträger für naturgetreue, wunderbare Zeichnungen filigraner Pflanzen, die an die Stillleben des 18. Jahrhunderts erinnern.

Faltschachteln und Kartonverpackungen färbt Maria Grazia Sacchitelli mit der Walze ein und kombiniert sie mit zarten Blumenzeichnungen. Bilder unserer Zeit. Wegwerfmaterialien und ewige Natursehnsucht vereint. Wovon erzählt die Interaktion funktionaler Computerterminals oder Blechblenden mit Tulpen- und Jasmindarstellungen, in ihrer Detailtreue wie im wissenschaftlichen Lehrbuch der Botanik wiedergegeben? Muss es Sieger und Verlierer geben? Wird das eine durch das andere ausgelöscht? Gibt es eine sinnvolle und zukunftsfähige Kooperation? Wie könnte sie aussehen?

Die Schönheit der Werke zieht uns in den Bann. Gibt uns die Möglichkeit darüber nachzudenken.

KUNSCHT eben!

Mit maienfrohen Sonntagsgrüssen
Ihre Eva Mueller
Anlässlich der Ausstellung „Schmelzpunktbestimmung“ von Maria Sacchitelli im TTR (Technologiepark Tübingen-Reutlingen), verlängert bis September 2021, ist ein anschaulicher Film zu ihren Arbeiten in der „KUNSCHT“ Reihe des SWR entstanden, abrufbar in der Mediathek unter: https://www.swr.de/swr2/kunst-und-ausstellung/maria-grazia-sacchitelli-im-technologiepark-reutlingen-100.html

 

Abb. Maria Grazia Sacchitelli, Fineliner und Materialdruck auf Papier

 

Abb: Maria Grazia Sacchitelli
o.T. (Lilie) 2019 Acrylmalerei auf Metall 44x42x17cm, 1050 €,
ausgewählt von der Jury des Stadtmuseums Hüfingen, wird dort ab Juni 2021 gezeigt